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Wie viele Patienten buchen Termine online?

Von Max Schneider10. August 2026ca. 6 Min. Lesezeitpatienten termine online buchen anteil
Wie viele Patienten buchen Termine online?

Kurzantwort

64 Prozent der Deutschen haben laut einer Bitkom-Befragung von Dezember 2025 schon mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart – 2023 waren es erst 36 Prozent. Rechnet man die 16 Prozent dazu, die es sich vorstellen können, ist die klare Mehrheit für Online-Buchung offen; nur 18 Prozent lehnen sie ab. Genutzt werden vor allem Plattformen (58 Prozent) und Praxis-Websites (25 Prozent). Für Praxen heißt das: Wer nur telefonisch erreichbar und bei Google schlecht auffindbar ist, verliert Patienten an die besser sichtbare Konkurrenz.

Wie viele Patienten buchen ihre Termine online?

Die kurze Antwort: die Mehrheit – und es werden schnell mehr. 64 Prozent der Deutschen haben schon mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.145 Menschen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, veröffentlicht im Dezember 2025.

Wichtiger als die einzelne Zahl ist die Richtung. 2023 lag der Anteil erst bei 36 Prozent, 2024 bereits bei 50 Prozent – innerhalb von zwei Jahren hat sich die Online-Terminbuchung von einem Nischenverhalten zum Normalfall entwickelt. Und die Kurve zeigt weiter nach oben: Weitere 16 Prozent haben zwar noch nie online gebucht, können es sich aber vorstellen. Nur noch 18 Prozent lehnen die digitale Terminvergabe grundsätzlich ab.

64 %der Deutschen haben schon mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart – 2023 waren es erst 36 % (Bitkom, Dezember 2025)

Wie schnell wächst die Nachfrage wirklich?

Die Entwicklung über die Jahre macht das Tempo sichtbar. Der Anteil der Menschen, die schon einmal einen Arzttermin online vereinbart haben, ist über alle Bitkom-Erhebungen hinweg kontinuierlich gestiegen:

201926 %
202233 %
202336 %
202450 %
202564 %
Anteil der Deutschen, die schon mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart haben (Quelle: Bitkom, 2019–2025)

Zwischen 2023 und 2025 hat sich der Anteil fast verdoppelt, so die Bitkom-Zahlen. Ein Verhalten, das sich so schnell verschiebt, wird zur Erwartung: Patienten setzen die Online-Buchung zunehmend voraus – nicht als netten Zusatz, sondern als selbstverständlichen Service. Schon 2023 meinten 70 Prozent der Befragten, dass jede Praxis eine Online-Terminvereinbarung anbieten sollte.

Auf der einen Seite der schnell wachsende Patientenwunsch, auf der anderen die Praxis, die nur ans Telefon geht – dieses Ungleichgewicht kostet Termine.

Warum buchen Patienten so gern online?

Der entscheidende Grund ist Bequemlichkeit zur richtigen Zeit. Als größten Vorteil nennen 84 Prozent der Nutzer die Unabhängigkeit von den telefonischen Sprechzeiten. Genau hier liegt das Problem der reinen Telefon-Praxis: Wer buchen will, während die Praxis geschlossen ist – abends, in der Mittagspause, am Wochenende –, kommt telefonisch nicht durch. Und ein besetztes oder unbeantwortetes Telefon ist kein neutraler Moment: Es ist der Punkt, an dem ein potenzieller Patient zur nächsten Praxis weiterklickt.

Ein besetztes Telefon ist kein Wartemoment – es ist der Absprung zur nächsten Praxis, die online erreichbar ist.

Über welchen Weg buchen Patienten – Plattform oder Praxis-Website?

Beide Wege sind relevant, und beide haben ihre Berechtigung. Laut Bitkom haben 58 Prozent schon über spezialisierte Terminplattformen wie Doctolib, Jameda oder Clickdoc gebucht. 25 Prozent nutzten dafür direkt die Website einer Praxis, etwa über ein Online-Formular oder per E-Mail (Mehrfachnennungen waren möglich).

Für dich als Praxis bedeutet das zweierlei: Die großen Plattformen bringen Reichweite, kosten aber Vermittlungsgebühren und stellen sich zwischen dich und den Patienten. Der eigene Buchungsweg über deine Website gehört dir allein – dort zahlst du keine Provision und behältst die Patientenbeziehung. Der Haken: Diesen Weg findet nur, wer deine Praxis bei Google überhaupt findet. Genau deshalb hängen Sichtbarkeit und Terminbuchung so eng zusammen. Wie du bei der lokalen Suche nach vorn kommst, zeigt der Ratgeber zu Local SEO für die Physiopraxis.

Was bedeutet das für Praxen ohne Online-Buchung?

Rechnen wir die Nachfrageseite zusammen: 64 Prozent buchen bereits online, 16 Prozent sind offen dafür. Das ist eine deutliche Mehrheit, die den digitalen Weg bevorzugt oder mindestens akzeptiert. Eine Praxis, die weiterhin nur telefonisch erreichbar ist, spricht damit aktiv gegen die Gewohnheit von vier Fünfteln ihrer möglichen Patienten.

Das Tückische daran: Diesen Verlust siehst du nicht. Es gibt keine Fehlermeldung, wenn jemand vergeblich anruft und weitersucht – die Patienten, die du so verlierst, tauchen in keiner Statistik deiner Praxis auf. Sie landen einfach bei der Praxis nebenan, die online auffindbar und buchbar ist. Für die Neukundengewinnung im Gesundheitswesen ist das einer der unterschätztesten Hebel überhaupt.

⚠️  Achtung

Sichtbarkeit ohne Buchungsmöglichkeit verpufft – und eine Buchungsmöglichkeit ohne Sichtbarkeit findet niemand. Beide Bausteine wirken nur zusammen: bei Google gefunden werden und dann sofort einen Termin buchen können, ohne zum Telefon greifen zu müssen.

Wie holst du diese Patienten ab?

Der Weg besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Schritten – Sichtbarkeit und einfache Buchung:

  1. 1

    Bei Google gefunden werden

    Der Patient sucht 'Physiotherapie + Ort' oder 'Arzt in der Nähe'. Wer hier nicht in den lokalen Ergebnissen und auf Google Maps auftaucht, existiert für die meisten Suchenden schlicht nicht. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und lokale Suchmaschinenoptimierung sind die Grundlage.

  2. 2

    Sofort buchbar sein

    Ist die Praxis gefunden, muss der Termin ohne Hürde zustande kommen – über ein Online-Formular, ein Buchungstool oder mindestens eine klar sichtbare Kontaktmöglichkeit. Jeder zusätzliche Klick und jeder Verweis aufs Telefon kostet Buchungen.

  3. 3

    Auf die eigene Website lenken

    Plattformen bringen Reichweite, aber der eigene Buchungsweg ist provisionsfrei und stärkt die direkte Patientenbeziehung. Wer über Google und Social Media gezielt auf die eigene Seite lenkt, macht sich unabhängiger von den Portalen.

Diese Logik gilt für jede Praxis, die wachsen will – ob Physiotherapie, Hausarztpraxis oder Facharzt. Konkrete Ansätze, wie du als Praxis planbar neue Patienten gewinnst, findest du im Ratgeber zur Neukundengewinnung in der Physiotherapie.

Fazit: Die Nachfrage ist da – die Frage ist, wer sie einsammelt

Die Zahlen sind eindeutig: Online-Terminbuchung ist keine Zukunftsvision mehr, sondern der Normalfall, und der Anteil wächst weiter. Die Patienten haben sich entschieden. Für Praxen verschiebt sich die Frage damit weg von „Sollten wir online buchbar sein?" hin zu „Werden wir überhaupt gefunden, wenn jemand online sucht?". Wer bei Google sichtbar ist und eine einfache Buchung anbietet, sammelt die wachsende Nachfrage ein. Wer nur ans Telefon geht, überlässt sie der Konkurrenz.

Wenn du wissen willst, wie deine Praxis bei der lokalen Suche sichtbarer wird und mehr Termine über die eigene Seite gewinnt, lass uns kurz sprechen.

Häufige Fragen

Max Schneider, Gründer von Schneider Studios

Max Schneider

Gründer · Schneider Studios

Hilft Physiopraxen, Fitnessstudios und Gesundheitsunternehmen, mit Recruiting- und Content-Systemen planbar Mitarbeiter und Kunden zu gewinnen.

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