Kurzantwort
Was eine Praxis-Website kostet, hängt fast vollständig vom Umfang ab – nicht von einer Preisliste. Ein Homepage-Baukasten liegt marktüblich bei rund 15 bis 40 Euro im Monat (in Eigenregie), eine Freelancer-Website bei 2.000 bis 8.000 Euro, eine individuelle Agentur-Website bei 5.000 bis 15.000 Euro. Die Endstufe – eine voll für Google und KI-Suche (SEO + GEO) optimierte Wachstums-Website mit laufender Betreuung – beginnt bei rund 15.000 Euro und ist nach oben offen. Die Preistreiber sind Umfang, individuelles Design, SEO/GEO, DSGVO-konforme Umsetzung und laufende Wartung. Die wichtigere Frage ist aber nicht der Einkaufspreis, sondern der Gegenwert: eine Website, die gefunden wird und Patienten bringt.
→ Website oder System zur Patientengewinnung? — jenseits von Baukasten und Vorlage.
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Umfang an
„Was kostet eine Praxis-Website?“ lässt sich so pauschal nicht beantworten – und jede Zahl ohne Kontext führt in die Irre. Die Spanne im Markt reicht von „ab 500 Euro“ bis „50.000 Euro“, wie ein auf Praxis-Websites spezialisierter Anbieter offen einräumt. Der Grund ist einfach: Eine digitale Visitenkarte mit drei Unterseiten und eine Website, die aktiv gefunden werden, Vertrauen aufbauen und online buchbar sein soll, sind zwei grundverschiedene Projekte.
Der Preis entsteht also nicht aus einer Liste, sondern aus deinen Entscheidungen: Baukasten oder individuell? Wie viele Seiten und Funktionen? Mit oder ohne Suchmaschinenoptimierung? Mit Online-Terminbuchung? Genau diese Faktoren treiben den Preis – und die kannst du steuern.
Baukasten, Freelancer, Agentur – und die Endstufe
Im Kern gibt es vier Stufen auf dem Weg zu einer Praxis-Website. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis-Typ als im Verhältnis von Preis, Aufwand und – vor allem – Auffindbarkeit. Die vierte Stufe ist die Ausbaustufe: eine Website, die nicht nur existiert, sondern gezielt bei Google und in KI-Antworten gefunden wird. Hier die marktüblichen Größenordnungen – das sind keine Preise von uns, sondern branchenübliche Spannen aus dem Markt:
| Baukasten (selbst) | Freelancer | Agentur | Endstufe: SEO + GEO | |
|---|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | gering (Setup) | ca. 2.000–8.000 € | ca. 5.000–15.000 € | ca. 15.000–25.000 €+ |
| Laufende Kosten | ca. 15–40 €/Monat | Hosting + Wartung | Hosting + Betreuung | Wartung + laufende SEO/GEO-Optimierung |
| Individualität | gering | hoch | hoch | maßgeschneidert |
| SEO (Google) | schwach | variabel | stark | technisch + inhaltlich voll optimiert |
| GEO (KI-Suche) | keine | selten | teilweise | gezielt auf ChatGPT, Perplexity & Google-KI |
| Beratung & Strategie | keine | wenig | umfassend | laufender Wachstumspartner |
| Aufwand für dich | hoch (Eigenregie) | mittel | gering | gering |
| Geeignet für | technikaffine Einzelpraxen | Einzelpraxen mit klarem Ziel | Praxen, die über die Website wachsen wollen | Praxen, für die die Website der zentrale Patienten-Kanal ist |
Die Zahlen dahinter: Ein Homepage-Baukasten wie Jimdo oder Wix kostet laut Branchenübersichten rund 15 bis 40 Euro im Monat – dafür baust und pflegst du die Seite aber selbst. Ein Freelancer liegt einmalig bei etwa 2.000 bis 8.000 Euro, eine spezialisierte Agentur bei rund 5.000 bis 15.000 Euro, große Projekte darüber – nach oben ist die Spanne offen bis in den Bereich um 50.000 Euro. Die Endstufe – eine individuell gebaute, technisch und inhaltlich voll optimierte Website mit laufender SEO- und GEO-Betreuung – beginnt marktüblich bei rund 15.000 Euro und ist nach oben offen.
Der qualitative Unterschied ist dabei genauso wichtig wie der Preis: Beim Baukasten gibt es keine Beratung und meist schwache SEO, bei der Agentur umfassende Strategie und starke Auffindbarkeit. Für Praxen, die über die Website Patienten gewinnen wollen, ist die professionelle Lösung deshalb oft die wirtschaftlichste – nicht die günstigste im Einkauf, aber die profitabelste im Ergebnis.
Baukasten im Detail: Was Jimdo, IONOS, Wix & Co. 2026 kosten
Die 15 bis 40 Euro im Monat aus der Übersicht oben sind ein Branchen-Mittelwert – wer konkret vergleichen will, braucht die echten Tarife. Deshalb hier die Preise der gängigen Baukästen, so wie sie am 26. August 2026 auf den offiziellen Preisseiten standen. Wir nennen bewusst die regulären Preise bei Jahresvertrag und nicht die Aktionspreise, mit denen die Anbieter werben: Aktionen laufen aus, den regulären Preis zahlst du danach jedes Jahr. Die Beträge sind so übernommen, wie die Anbieter sie ausweisen – prüfe vor dem Abschluss die aktuelle Preisseite, weil sich Tarife und Aktionen laufend ändern.
| Preis/Monat (Jahresvertrag) | Domain inkl. | Für Praxen wichtig | |
|---|---|---|---|
| Jimdo Start | 12 € | 1 Jahr frei | 10 Seiten, keine Rechtstexte-Vorlage, keine erweiterte SEO; Buchungen Lite enthalten |
| Jimdo Grow Legal | 29 € | 1 Jahr frei | DSGVO-Rechtstexte inklusive; Buchungen Lite enthalten |
| IONOS Starter | 12 € (regulär) | 1 Jahr frei | keine Online-Terminbuchung; SSL, DSGVO- und Barrierefreiheits-Funktionen laut Preisseite in allen Tarifen |
| IONOS Plus | 18 € (regulär) | 1 Jahr frei | Online-Terminbuchung und Übersetzer enthalten |
| Wix Light | 16,66 € | 1 Jahr frei | 2 GB Speicher, keine Terminbuchung, keine Zahlungsannahme |
| Wix Core | 29,75 € | 1 Jahr frei | Terminbuchung ab diesem Tarif |
| Squarespace Basic | 12 € | 1 Jahr frei | Vorlagen für Impressum, Datenschutz und AGB, Cookie-Banner und Einwilligungsverwaltung in allen Tarifen gelistet |
| WordPress.com Personal | 5 € (regulär) | 1 Jahr frei | werbefrei; kein Rechtstexte-Generator im Tarif genannt |
Die übrigen Tarife – Jimdo Grow (20 Euro) und Unlimited (50 Euro), IONOS Pro (33 Euro), Wix Business (40,46 Euro), Squarespace Core (18 Euro) und Plus (32 Euro), WordPress.com Premium (10 Euro regulär) und Business (33 Euro regulär) – haben wir aus der Tabelle gelassen. Sie liegen preislich zwischen oder über den gezeigten Stufen und ändern die Einordnung für eine Praxis nicht; die Details stehen auf den unten verlinkten Preisseiten.
Was die Tarife für eine Praxis unterscheidet. Drei Dinge entscheiden, welcher Tarif für eine Praxis überhaupt in Frage kommt – und keins davon steht im Einstiegspreis. Erstens die Terminbuchung: Bei Wix gibt es sie erst ab Core (29,75 Euro), bei IONOS erst ab Plus (18 Euro), bei Jimdo ist „Buchungen Lite“ schon im kostenlosen Tarif enthalten. Zweitens die Rechtstexte: Jimdo liefert DSGVO-Rechtstexte erst ab Grow Legal (29 Euro) mit, Squarespace listet Vorlagen für Impressum, Datenschutz und AGB samt Cookie-Banner für alle Tarife, IONOS wirbt laut Preisseite in allen Tarifen mit DSGVO- und Barrierefreiheits-Funktionen – WordPress.com nennt in seinen Tarifen keinen Rechtstexte-Generator, dort brauchst du also eine externe Lösung. Für eine Arzt- oder Physiopraxis, die mit Gesundheitsdaten arbeitet, ist das kein Detail: Was der Baukasten an Rechtstexten nicht liefert, musst du woanders einkaufen (mehr dazu weiter unten bei den laufenden Kosten). Drittens der Unterschied zwischen Aktions- und Regulärpreis: WordPress.com Personal wird mit 4 Euro im Monat beworben, regulär sind es 5 Euro; IONOS Plus kostet in der Aktion 1 Euro im Monat für 12 Monate, danach 18 Euro regulär; IONOS Starter gibt es in der Aktion für 6 Euro im Monat für 6 Monate; bei Wix gibt es aktuell 50 Prozent Rabatt auf Core und Business, nicht aber auf Light. Rechne mit dem regulären Preis – der Aktionspreis ist ein Willkommensgeschenk, der Regulärpreis ist deine Miete.
Die Zwischenstufe: Praxis-Spezialanbieter mit Festpreis. Zwischen Baukasten und Freelancer gibt es eine Stufe, die in den meisten Kostenvergleichen fehlt: spezialisierte Anbieter, die Praxis-Websites zum Festpreis bauen. Ein Beispiel ist „die Arzt-Website“ von Bauer + Bauer: Ein OnePager kostet dort 1.590 Euro, die Praxishomepage mit Startseite und sieben Unterseiten 2.395 Euro, die mehrsprachige Variante 3.005 Euro – jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Enthalten sind laut Anbieter die Anbindung an Terminsoftware wie 321med oder Doctolib, ein Impressum mit den Pflichtangaben für Ärzte und ein DSGVO-konformer Cookie-Consent. Das ist mehr als ein Baukasten (jemand baut die Seite für dich, und die Praxis-Pflichtangaben sind mitgedacht) und weniger als ein Freelancer-Projekt (Vorlagenbasis statt individuellem Konzept). Wir nennen das Beispiel nicht als Empfehlung, sondern als Beleg dafür, dass der Sprung von 29 Euro im Monat zu 2.000 Euro und mehr keine leere Lücke ist.
Quellen und Stand. Alle Baukasten-Preise stammen von den offiziellen Preisseiten, Stand 26. August 2026: Jimdo, IONOS Homepage-Baukasten, Wix, Squarespace und WordPress.com. Zwei Einschränkungen, damit du die Tabelle richtig liest: Erstens ändern sich Tarife und Aktionen laufend – vor dem Abschluss lohnt der Blick auf die aktuelle Preisseite. Zweitens waren die Preise für Monatszahlung ohne Jahresbindung bei Wix und Squarespace auf den Preisseiten nicht eindeutig auslesbar; wir nennen sie deshalb nicht, statt zu schätzen. Dass Monatszahlung teurer ist, zeigt WordPress.com: Personal kostet dort bei Monatszahlung 9 Euro statt 5 Euro regulär bei Jahreszahlung.
Wann der Baukasten reicht – und wann nicht
Die ehrliche Antwort zuerst: Für viele Praxen reicht ein Baukasten. Eine Website, die die Praxis vorstellt, Sprechzeiten und Anfahrt nennt, die Leistungen erklärt, ein Kontaktformular hat, rechtssichere Pflichtseiten enthält und auf eine externe Terminbuchung wie Doctolib verlinkt, lässt sich mit Jimdo, IONOS oder Squarespace in Eigenregie bauen – vorausgesetzt, in der Praxis gibt es jemanden, der technikaffin ist und die Zeit dafür wirklich hat. Der Baukasten liefert dann Hosting, Domain, SSL und je nach Tarif die Rechtstexte gleich mit.
Der Baukasten reicht nicht mehr, wenn eines dieser Dinge zutrifft:
- Terminbuchung mit Kalender-Integration, die in die Praxissoftware greift, statt nur auf einen externen Anbieter zu verlinken.
- Mehrsprachigkeit – bei IONOS etwa erst ab Plus enthalten, und in jedem Baukasten ein Pflegeaufwand pro Sprache.
- Individuelles Layout, das über die Vorlagen hinausgeht – bei Design-Wünschen jenseits des Templates sind Baukästen schnell am Ende.
- Ernsthafte lokale SEO-Ambition: Wer bei „Physiotherapie + Stadt“ vorne stehen will, braucht saubere Technik, Struktur und Inhalte, die ein Baukasten nur begrenzt hergibt.
- Die Website soll Patienten gewinnen, nicht nur informieren. Das ist der eigentliche Unterschied: Informieren kann ein Baukasten. Gefunden werden, überzeugen und Termine bringen ist eine andere Aufgabe.
Zur Einordnung eine einfache Rechnung: Jimdo Grow Legal kostet 29 Euro im Monat, also 348 Euro im Jahr – inklusive Hosting, Domain (im ersten Jahr) und DSGVO-Rechtstexte. Ein Freelancer-Projekt liegt marktüblich bei 2.000 bis 8.000 Euro einmalig, plus laufende Kosten, die wir weiter unten aufschlüsseln. Selbst am unteren Ende entspricht das mehreren Jahren Baukasten-Abo. Diese Rechnung geht aber nur auf, solange die Website nichts bringen muss. Sobald sie Patienten gewinnen soll, ist die Frage nicht mehr „Was spare ich?“, sondern „Was bringt mir jede Variante?“ – und da ist die Eigenbau-Seite ohne Auffindbarkeit fast immer die teurere. Und ehrlich gerechnet gehört zum Baukasten auch deine eigene Arbeitszeit: Die steht auf keiner Rechnung, fehlt aber am Behandlungstisch.
Wie verteilen sich die Kosten nach Umfang?
Damit die Größenordnungen greifbarer werden, hier die einmaligen Erstellungskosten aus der Praxis-Übersicht als Balken:
Für die meisten Einzel- und mittelgroßen Praxen liegt der sinnvolle Bereich zwischen etwa 5.000 und 15.000 Euro – dort bekommst du eine professionelle, rechtssichere und auffindbare Website ohne überhöhte Aufschläge. Die Endstufe darüber lohnt sich für Praxen, die ihre Website zum wichtigsten Kanal für neue Patienten machen wollen: voll optimiert für Google-Ranking und KI-Suche, mit laufender Betreuung statt Einmal-Projekt. Wie sich dieser Website-Posten zu Social-Media-Betreuung, Video und Werbung addiert, zeigt dir die Gesamtübersicht aller Marketing-Kosten.
ℹ️ Hinweis
Wir veröffentlichen bewusst keine Pauschalpreise. Jede Praxis hat andere Ziele, Fachrichtungen und Kanäle – deshalb bekommst du von uns ein individuelles Angebot statt einer Von-der-Stange-Zahl, die entweder zu viel oder zu wenig enthält.
Die Endstufe: gefunden bei Google – und in der KI
Der Sprung von der dritten zur vierten Stufe ist kein Design-Sprung, sondern ein Sichtbarkeits-Sprung. Eine normale Agentur-Website ist für die klassische Google-Suche optimiert (SEO – Search Engine Optimization). Bei der Endstufe kommt die neue Realität dazu: Immer mehr Menschen suchen nicht mehr bei Google, sondern fragen direkt ChatGPT, Perplexity oder die KI-Antwort oben in der Google-Suche – „Welche Physiopraxis in meiner Nähe behandelt Rückenschmerzen?“. Wer in diesen Antworten auftaucht, gewinnt Patienten, bevor die klassische Trefferliste überhaupt gelesen wird.
Genau darum geht es bei GEO (Generative Engine Optimization): die Website so aufzubauen, dass sie von KI-Antwortmaschinen als vertrauenswürdige Quelle erkannt und zitiert wird – über saubere Struktur, klare Fakten, strukturierte Daten und belegte Inhalte, wie GEO-Leitfäden 2026 beschreiben. SEO sorgt dafür, dass du bei Google rankst; GEO dafür, dass die KI dich empfiehlt.
Das ist der Grund, warum die Endstufe kein Einmal-Projekt ist, sondern laufende Betreuung braucht: Suchalgorithmen und KI-Modelle verändern sich ständig. Für die meisten Praxen ist das kein Muss – aber für die, die planbar über die Website wachsen wollen, ist es der Hebel mit dem größten Effekt.
Welche Faktoren treiben den Preis?
Warum kostet die eine Website 5.000 und die andere 15.000 Euro? Fast immer entscheiden dieselben fünf Faktoren:
- 1
Umfang & Funktionen
Eine Website mit fünf Seiten ist schneller gebaut als eine mit Leistungsübersicht, Team-Seiten, Blog und Online-Terminbuchung. Jede zusätzliche Funktion – Buchungstool, mehrsprachige Seiten, Formulare – kostet Zeit und damit Geld. Der größte einzelne Hebel für den Preis.
- 2
Individuelles Design vs. Vorlage
Eine angepasste Standard-Vorlage ist günstig, ein komplett eigenes, auf die Praxis zugeschnittenes Design deutlich teurer. Für Vertrauen im Gesundheitsbereich zählt Professionalität – aber nicht jede Praxis braucht ein Unikat.
- 3
SEO & GEO (Auffindbarkeit)
Eine Website, die bei Google gefunden werden soll, muss technisch sauber und für die lokale Suche optimiert sein (SEO). In der Ausbaustufe kommt die Optimierung für KI-Suche dazu (GEO) – damit die Praxis auch in ChatGPT- und KI-Antworten auftaucht. Diese Arbeit ist der Unterschied zwischen einer Seite, die nur existiert, und einer, die aktiv Patienten bringt. Sie schlägt sich im Preis nieder, zahlt sich aber am direktesten aus.
- 4
Texte & Bilder
Professionelle Texte und eigene Fotos statt Stockbilder kosten extra, sind aber oft das, was Vertrauen schafft. Wer Inhalte selbst liefert, spart – wer sie erstellen lässt, zahlt mehr, bekommt aber meist ein besseres Ergebnis.
- 5
DSGVO & Rechtssicherheit
Impressum, Datenschutzerklärung, korrekte Einbindung von Formularen und Karten – im Gesundheitsbereich mit sensiblen Daten ist die rechtssichere Umsetzung Pflicht, kein Extra. Auch Barrierefreiheit gewinnt an Bedeutung. Seriöse Anbieter kalkulieren das ein.
Freelancer-Stundensätze 2026: So rechnet sich das Projekt
Die Spanne von 2.000 bis 8.000 Euro für ein Freelancer-Projekt wirkt breit – sie wird nachvollziehbar, sobald man sie in Stunden zerlegt. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap, eine Befragung unter 5.412 Freelancern, nennt für Software- und Webentwicklung einen Median-Stundensatz von 90 Euro; über alle IT-Freelancer liegt der Median bei 95 Euro. Der Median ist hier die ehrlichere Zahl als ein Durchschnitt: Die Hälfte der Webentwickler verlangt weniger, die Hälfte mehr.
Wie viele Stunden eine Praxis-Website braucht, sagt keine Studie – das ist eine Erfahrungsannahme aus der Projektpraxis und schwankt je nach Anspruch. Für eine typische Praxis-Website mit Konzept, Design, technischer Umsetzung, Einbindung der Rechtstexte und Einweisung des Praxisteams rechnen wir mit 25 bis 60 Stunden. Mit dem Median-Stundensatz ergibt das:
- 1
Stundensatz festlegen
Median Software- und Webentwicklung laut Freelancer-Kompass 2026: 90 Euro pro Stunde. Wer einen erfahrenen Spezialisten mit Praxis-Referenzen will, liegt eher darüber, Berufseinsteiger eher darunter.
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Stundenbedarf schätzen
25 bis 60 Stunden für Konzept, Design, Umsetzung, Rechtstexte und Einweisung – eine Erfahrungsannahme, kein Studienwert. Kleine Praxis-Seite mit wenigen Unterseiten und fertigen Inhalten: eher 25. Terminbuchung, viele Seiten, Fotos erst organisieren: eher 60.
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Multiplizieren
25 Stunden × 90 Euro = 2.250 Euro. 60 Stunden × 90 Euro = 5.400 Euro. Das liegt innerhalb der marktüblichen Spanne von 2.000 bis 8.000 Euro – und erklärt, warum die Spanne so breit ist: Nicht der Stundensatz macht den Unterschied, sondern der Umfang.
Was den Stundenbedarf nach oben treibt, ist fast immer dasselbe: die Anzahl der Seiten (jede Leistungs- oder Team-Seite will gestaltet und befüllt werden), die Integration einer Terminbuchung (Anbindung, Test, Datenschutz-Abstimmung), ob Fotos und Texte schon vorhanden sind oder erst organisiert werden müssen, und die Zahl der Korrekturschleifen – jede Runde „noch mal anders“ kostet Stunden, die am Ende auf der Rechnung stehen. Wer vor dem Projekt weiß, was die Website leisten soll, und Inhalte bereitlegt, drückt den Stundenbedarf am wirksamsten.
Nicht vergessen: die laufenden Kosten
Ein Punkt, der in vielen Kostenbetrachtungen fehlt: Mit dem Launch ist es nicht getan. Eine Website verursacht laufende Kosten, die du von Anfang an einplanen solltest. Branchenüblich sind das eine Domain für etwa 15 bis 20 Euro im Jahr, Hosting für rund 10 bis 30 Euro im Monat und optional Wartung und Updates. Bei Baukasten-Systemen sind Hosting und Domain im Monatspreis bereits enthalten, dafür bist du an deren System gebunden. Auch bei professionell eingerichteten Lösungen liegen die laufenden Kosten oft im Bereich von 25 bis 35 Euro im Monat, je nach Zusatz-Tools wie Terminbuchung oder Newsletter.
💡 Tipp
Rechne die laufenden Kosten immer mit ein, wenn du Angebote vergleichst. Eine vermeintlich günstige Website, deren Wartung und Updates niemand übernimmt, wird schnell zum Sicherheitsrisiko – veraltete Technik ist im Gesundheitsbereich mit sensiblen Patientendaten kein Detail.
Laufende Kosten konkret: Domain, Hosting, Wartung, Rechtstexte
Die Branchenspannen oben – Domain 15 bis 20 Euro im Jahr, Hosting 10 bis 30 Euro im Monat – lassen sich mit konkreten Listenpreisen unterlegen. Auch hier gilt: reguläre Preise, Stand 26. August 2026, Aktionspreise nur als Anmerkung im Text.
| Betrag (regulär) | Quelle / Einordnung | |
|---|---|---|
| .de-Domain | 1,30 €/Monat ≈ 15,60 €/Jahr | IONOS, regulärer Preis |
| WordPress-Hosting | 4,95–5 €/Monat ≈ 59–60 €/Jahr | All-Inkl (4,95 €) und IONOS WordPress Start (5 €), jeweils regulär |
| Wartungsvertrag | 59–149 € netto/Monat | Angabe einer Agentur (die Mainagentur), Richtwert – keine unabhängige Studie |
| Rechtstexte (eRecht24 Basic) | 30 €/Monat = 360 €/Jahr | eRecht24, regulärer Preis bei Monatszahlung |
Quellen: .de-Domain bei IONOS, IONOS WordPress-Hosting, All-Inkl WordPress-Hosting, Wartungskosten laut die Mainagentur und eRecht24 Premium. Zwei Anmerkungen: Der Wartungsposten ist eine Agentur-Angabe und damit ein Richtwert aus dem Markt, keine unabhängige Erhebung – andere Anbieter rechnen anders. Und eRecht24 bietet in einer laufenden Aktion 15 Euro im Monat bei Jahreszahlung an; wir rechnen mit dem regulären Preis, weil Aktionen auslaufen.
Damit lassen sich zwei typische Praxis-Setups ehrlich durchrechnen:
- Baukasten-Praxis (Jimdo Grow Legal): 29 Euro × 12 Monate = 348 Euro im Jahr. Hosting, SSL und DSGVO-Rechtstexte sind enthalten, die Domain im ersten Jahr ebenfalls. Updates und Sicherheit der Plattform übernimmt der Anbieter – dafür bist du an dessen System gebunden.
- WordPress-Praxis vom Freelancer: Domain rund 16 Euro (1,30 Euro × 12 = 15,60 Euro) + Hosting rund 60 Euro (5 Euro × 12) + Rechtstexte 360 Euro (eRecht24 Basic regulär) + Wartungsvertrag 708 bis 1.788 Euro (59 bis 149 Euro × 12, netto) = rund 1.150 bis 2.220 Euro im Jahr. Genau gerechnet sind es 1.144 bis 2.224 Euro; wir runden auf volle Zehner. Beachte, dass der Wartungsposten als Nettopreis angegeben ist – brutto liegt die Summe entsprechend höher.
Die Differenz zwischen beiden Setups liegt fast vollständig im Wartungsvertrag und in den Rechtstexten. Wer die WordPress-Seite ohne Wartungsvertrag betreibt, landet mit Domain, Hosting und Rechtstexten bei rund 436 Euro im Jahr – also in der Größenordnung der 25 bis 35 Euro im Monat aus der Branchenangabe oben und nahe am Baukasten – trägt dann aber Updates, Backups und Sicherheit selbst. Im Gesundheitsbereich mit sensiblen Patientendaten ist das der Posten, an dem sich Sparen am seltensten lohnt. Die Rechtstexte lassen sich statt per Abo auch einmalig vom Anwalt erstellen lassen; dafür haben wir keinen belastbaren Marktpreis gefunden und nennen deshalb bewusst keinen.
Der bessere Maßstab: Was bringt die Website?
Über den Einkaufspreis zu diskutieren, ohne den Gegenwert zu kennen, führt in die Irre. Die entscheidende Frage ist nicht „Was kostet die Website?“, sondern „Was bringt sie an neuen Patienten?“. Eine Website, die bei Google nicht auftaucht, ist eine teure digitale Visitenkarte, die niemand sieht. Eine Website, die lokal gut gefunden wird und einfaches Buchen ermöglicht, ist ein Kanal, der dauerhaft neue Patienten liefert.
Die günstigste Website ist die, die keiner findet – sie kostet wenig und bringt nichts.
Genau hier trennt sich der reine Preis vom Wert. Eine professionell umgesetzte, für die lokale Suche optimierte Praxis-Website rechnet sich über die Patienten, die sie bringt – während eine billige Seite ohne Auffindbarkeit trotz niedrigem Preis die teurere Entscheidung sein kann. Wie du als Praxis planbar neue Patienten gewinnst und welche Rolle die Website dabei spielt, zeigt der Überblick zur Neukundengewinnung im Gesundheitswesen.
Wo du sinnvoll sparen kannst – und wo besser nicht
Sinnvolle Sparhebel:
- Inhalte selbst liefern: Wer Texte und Fotos selbst beisteuert, spart einen spürbaren Posten – vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
- Klein starten, modular wachsen: Nicht jede Praxis braucht sofort Blog, Buchungstool und mehrsprachige Seiten. Eine solide Basis, die sich erweitern lässt, ist oft der klügere Einstieg.
- Ein klares Ziel statt „alles“: Je genauer du weißt, was die Website leisten soll, desto weniger zahlst du für Funktionen, die niemand nutzt.
Wo Sparen teuer wird:
- An der Auffindbarkeit sparen: Eine Website ohne SEO ist der häufigste Fehler – sie existiert, wird aber nicht gefunden. Damit ist das ganze Budget verschenkt.
- An der Rechtssicherheit sparen: Fehlende oder fehlerhafte Datenschutzangaben sind im Gesundheitsbereich ein echtes Risiko, kein Sparpotenzial.
- An der Wartung sparen: Eine Seite, die nie aktualisiert wird, veraltet technisch und wird zur Sicherheitslücke.
Fazit: Die richtige Frage stellen
Die Frage ist nicht „Was kostet eine Praxis-Website?“, sondern: Welcher Umfang passt zu meinem Ziel – und was bringt mir die Website an neuen Patienten? Für die meisten Praxen liegt der wirtschaftlich sinnvolle Bereich zwischen etwa 5.000 und 15.000 Euro einmalig plus überschaubare laufende Kosten; wer die Website zum wichtigsten Patienten-Kanal machen will, investiert in der Endstufe (SEO + GEO) mehr – dafür in Sichtbarkeit, die dauerhaft trägt. Entscheidend ist nicht, die billigste Seite zu bekommen, sondern eine, die gefunden wird und Termine bringt.
Wenn du wissen willst, welcher Umfang für deine Praxis sinnvoll ist – und was er realistisch bringt – lass uns kurz sprechen.